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Stand: 2014-09-01, 12:52:42

Musikalisches

Mein Geheimnis

Ein Programm der Götz-Alsmann-Band

Am 18. und 19.05.2007 war ich im Admiralspalast in Berlin und kann daher hier das Geheimnis des Programms der Götz-Alsmann-Band lüften.

Das Saallicht geht aus, das Publikum klatscht. Die Musiker der Götz-Alsmann-Band betreten das Rampenlicht. Es kommen: Markus Paßlick (Percussion), Mike Müller (E-Bass), Rudi Marhold (Schlagzeug) und Altfrid M. Sicking (Vibraphon). Einer schönen Tradition folgend, bereitet Markus Götz' Arbeitsplatz vor und kündigt den Bandchef an: "Guten Abend meine Damen und Herren, herzlich Willkommen zum nagelneuen Programm 'Mein Geheimnis'. Und hier ist der Prof. Dumbledore des deutschen Jazzschlagers, Götz Alsmann!"

Götz Alsmann erscheint, und mit "Hey, hey" wird der Abend musikalisch eröffnet. Es folgt ein typischer Alsmann-Cha-Cha-Cha: "Ein Gläschen Wein und Du", bei dem das Congaspiel von Markus richtig gut zur Geltung kommt.

Mein Geheimnis (Foto 2)

Foto: Holger Hertling

Götz begrüßt das Publikum und gesteht, dass er einfach kein Geheimnis für sich behalten kann. Dass nun "Indiskret" gespielt wird, hat er damit gut vorbereitet. Es geht ruhig weiter mit "Wenn ich in Stimmung bin", einem Blues von Götz.

Weil Herr Alsmann anschließend dem Publikum unterstellt, dass viele sich fragen, was er durchlitten haben muss, um so zu werden wie er jetzt ist, erzählt er vom Geheimnis seiner Kindheit und Jugend. Dann: "Der blaue Montag", ein frisches Stück über die Nachwirkungen von Feierlichkeiten am Sonntag. Es folgt "Ein Traum", das ist eine tolle hypnotische Nummer, die Markus mit einer Fingerschiebetechnik auf der Conga untermalt, und bei der Altfrid zur Trompete (!) greift. Beim nächsten Stück sitzt Markus auf einer komischen Kiste ... Der Titel "Irgendwo, irgendwann" fängt sanft an, aber dann legt Markus los und entlockt der Cajon (der komischen Kiste) flotte Rhythmen. (Rudi schüttelt so heftig den Shaker, dass man Angst haben muss, ihm fallen die Arme ab ...)

Nun ist Götz Alsmann wieder dran und weist uns auf die eminente Wichtigkeit der Berufswahl hin. Er besingt im folgenden Song "Die alte Klofrau". Götz versichert dem Publikum, dass die Herren der Band mit ihrer Berufswahl alle sehr zufrieden sind, obwohl eigentlich alle etwas anderes werden wollten ... Mit dieser Geschichte wird ganz nebenbei die Band vorgestellt. Im Calypso "Vorsicht" werden wir vor rotem Licht gewarnt. Das Publikum klatscht begeistert bei "Letkiss" mit. Markus schwingt das Tambourin und wippt ebenso wie Altfrid lustig im Takt dazu. Aber es gibt in der Nummer auch einen wunderbar jazzigen Vibraphonpart.

Danach plaudert Götz schon wieder ein Geheimnis aus, nämlich das seines Repertoires. Es folgt der Titelsong der CD "Mein Geheimnis". Anschließend verlassen Markus, Rudi und Mike die Bühne. So bleiben nur noch Götz und Altfrid auf der Bühne. Götz singt "Wenn es Frühling wird" und wird von Altfrid herrlich sanft und gefühlvoll auf dem Vibraphon begleitet.

Mein Geheimnis (Foto 4)

Foto: Holger Hertling

Die Pause verbringt ein großer Teil des Publikums bei milden Temperaturen im Innenhof vor dem Admiralspalast. Was nach der Pause folgt, kennen wir schon von den vorherigen Programmen: Götz kommt allein mit seiner Ukulele auf die Bühne und behauptet "Diesmal muss es Liebe sein" gefolgt von "Gestern Abend ging ich aus". Dann berichtet Herr Alsmann von seinem Alptraum und singt "Wie komme ich nur an diesem großen Hund vorbei?".

Jetzt kommen Markus und Rudi mit auf die Bühne. Sie tragen jeder ein seltsames Ufo unter dem Arm. Der aufmerksame Leser der Bongomannseite weiß bereits, dass es sich hierbei um das Hang handelt. Rudi spielt sein Hang mit den Besen und Markus bringt es mit seinen butterweichen Fingerkuppen zum klingen. Die "Zugnovelle" ist eine Knallernummer, so etwas hat man noch nicht vorher gehört! Weiter geht es mit der vollen Bandbesetzung und "Weißt du es noch?". Was danach folgt, wird bandintern liebevoll als "Alsmannpunk" bezeichnet. "Wie immer" ist ein sehr dynamisches, treibendes Stück, bei dem sich Markus richtig austoben kann und allerlei aus seiner Geräuschekiste zaubert. (Auch hier fallen Rudi beim schnellen Spiel auf der Snare fast die Arme ab ...)

Da Annett Lousian nicht mit zur musikorientierten Herrenreisegruppe gehört, muss Götz den Titel "Kokettier nicht mit mir" allein singen. Aber auch so ist es ein sehr schönes Stück! So richtig schön etwas für das Herz gibt es gleich anschließend mit "Bei dir war es immer so schön". Danach kommt ein alter Bekannter (seit "Tabu!") auf uns zu, nämlich "Ein kleiner Bär mit großen Ohren". Die Nummer zieht noch genauso wie beim ersten Hören.

Mit dem folgenden Stück "Ausgerechnet du" kündigt Götz das Ende des Abends an. Und tatsächlich verlassen die Musiker nach einigen Verbeugungen die Bühne. Damit ist das Publikum natürlich nicht einverstanden und applaudiert heftig die Götz-Alsmann-Band wieder zurück.

Mein Geheimnis (Foto 6)

Foto: Holger Hertling

Die Herren lassen sich auch nicht lange bitten und legen sich beim "Mambo de la fée dragée" ordentlich ins Zeug. Götz spielt halb im Stehen, und Altfrid greift wieder zur Trompete. Offensichtlich hatte die Band auch Spaß an dem Abend, denn wir hören "Das war eine schöne Party". Damit endet die Zugabe und schon wieder leert sich die Bühne.

Also einer geht noch, da sind sich alle einig und demonstrieren das mit rhythmischem Klatschen. Und tatsächlich geht noch einer. Götz gibt mit "Ganz leicht" noch ein wenig Kussunterricht. Die Zuschauer feiern! Erst das Anschalten des Saallichtes macht ihnen klar, dass der Abend jetzt tatsächlich beendet ist. Schade! Aber schön war's!